——
19 Platz, auf dem Edgeworth noch immer in Schmerz und Gram ver⸗ tieft ſtand, meiden. Da fuhr dieſer aus ſeinen Träumen auf, drückte den Bootsleuten allen freundlich die Hand, ſchulterte ſeine Büchſe, rief dem Hunde und ging mit feſten, ſicheren Schritten voran dem Boote zu.
Eine halbe Stunde ſpäter knarrten und kreiſchten die ſchwe⸗ ren Ruder des unbehülflichen Fahrzeugs, mit deren Hülfe es in die eigentliche Strömung hinausgeſchoben wurde. Dann aber drängte es ſchwerfällig gegen die Mitte des Fluſſes zu und trieb langſam hinunter ſeine ſtille, einförmige Bahn. Wie es aber nur erſt einmal in Gang und richtig in der Strömung war, hoben die Bootsleute ihre„Finnen“(wie die langen Ruder ſolcher Boote genannt ſind) an Deck und ſtreckten ſich ſelbſt nachläſſig und behag⸗ lich auf den Bretern aus, die erſten Strahlen der freundlichen Morgenſonne zu genießen, die jetzt eben in all ihrer ſchimmernden Pracht und Herrlichkeit über dem grünen Blättermeer emportauchte.
Edgeworth aber ſaß, mit dem Hund zwiſchen ſeinen Knien, am hintern Rande des Fahrzeugs und ſchaute ſtill und traurig nach den mehr und mehr in weiter Ferne verſchwimmenden Bäumen zurück, die das Grab ſeines Kindes üuberſchatteten.
II. Der Kampf— Smart und Dayton.
In Helena!) herrſchte ein gar ungewöhnlich reges Leben und Treiben, und aus der ganzen Umgegend mußte hier die Bevölke⸗ rung zuſammengekommen ſein. Ueberall ſtanden eifrig unterhan⸗ delnde Männer, theils in die buntbefranzten Jagdhemden der Hin⸗
*) Herena, eine kleine Stadt in Arkanſas, am Ufer des Miſſiſſtppi. 2*


