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„Hatte der— der Kurzfuß oder— oder Bill, wie Ihr ihn nanntet— eine Narbe über der Stirn?“
„Ja— eine große, rothe Narbe— kanntet Ihr ihn?“
Der alte Mann preßte ſeine Hände vor die Stirn und ſank in ſtummem Schmerz auf ſein Lager zuruͤck.
„Was iſt Euch, Edgeworth? um Gottes willen, Mann— was fehlt Euch?“ rief der Matroſe, jetzt wirklich erſchreckt emporſprin⸗ gend,„kommt zu Euch— wer war jener Unglückliche?“
„Mein Kind— mein Sohn!“ ſchluchzte der Greis und drückte ſeine eiskalten, leichenartigen Finger feſter vor die heißen, trockenen Augenhöhlen.
„Allmächtiger Gott!“ ſagte Tom erſchuͤttert,„das iſt ſchreck⸗ lich— armer— armer— Vater!“
„Und Ihr begrubt ihn nicht?“ frug dieſer endlich nach langer Pauſe, in der er verſucht hatte, ſich ein wenig zu ſammeln.
„Doch— er bekam ein Jägergrab,“ antwortete leiſe und mit⸗ leidig der junge Mann,„wir hatten Nichts mit uns, als unſere kleinen indianiſchen Tomahawks, und der Boden war dürr und hart da— aber ich martere Euch mit meinen Worten—“
„Erzählt nur weiter— bitte— laßt mich Alles wiſſen,“ bat flehend der Vater.
„Da legten wir ihn hier unter dieſe Eiche, trugen von allen Seiten Stangen und Aeſte herbei, daß kein wildes Thier, wie ſtark es auch geweſen, ihn erreichen konnte; denn Bären laſſen die Leichen zufrieden, und ich hieb mit dem Tomahawk noch zuletzt das einfache Kreuz hier in den Stamm.“
Edgeworth ſtarrte ſtill und leichenbleich vor ſich nieder. Nach kurzer, peinlicher Pauſe richtete er ſich aber wieder empor, ſchaute zitternd und traurig umher und flüſterte:
„Wir liegen hier alſo auf ſeinem Grabe— in ſeinem Grabe— und mein armer, armer— William mußte auf ſolche Weiſe enden. Doch ſeine Gebeine dürfen nicht ſo umhergeſtreut länger dem Sturm


