Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
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Heute Abend vielleicht. Jetzt, denk' ich, ſchlagen wir ein Lager auf und gehen dann mit Tagesanbruch zum Fluß hinunter, wo wir warten können, bis unſer Boot kommt.

Wie ſchaffen wir aber das Wild hinab? Wenn's auch nicht weit iſt, werden wir doch tuͤchtig d'ran zu ſchleppen haben.

Ei, das laſſen wir hier rief der Jüngere, während er aufſprang und ſeinen Gürtel feſter ſchnalltewollen die Bur⸗

ſchen Bärenfleiſch eſſen, ſo mögen ſie ſich's auch ſelber holen.

Wenn ſie aber nun vorbeiführen?

Denken nicht d'ran, ſagte Tomüberdies weiß Bill, der Steuermann, daß er uns hier in der Gegend erwarten muß, im Fall wir nicht früher einträfen; alſo haben wir in der Hinſicht keineswegs zu fürchten, daß wir ſitzen bleiben. Wetter noch einmal, das Boot wird doch nicht ohne ſeinen Capitain abfahren wollen. Auch gut! ſagte der alte Edgeworth, während er dem Beiſpiel ſeines jüngern Gefährten folgte, und ſich zum Aufbruch rüſtete

dann ſchlag ich aber vor, daß wir die Rippen und ſonſt noch ein paar gute Stücke herausſchneiden, das Uebrige hier aufhängen, und nach⸗ her dort links hinunter gehen, wo, dem Ausſehn der Bäͤume nach, ein Bach ſein muß. Friſches Waſſer möcht' ich die Nacht doch haben.

Dieſe Vorſicht war nöthig, die Männer gingen deshalb ſchnell

an die Arbeit, die kurze Tageszeit noch zu benutzen. Sie fanden auch den Quell und neben ihm eine ganz ungewöhnliche Menge von dürren Aeſten und Zweigen, von denen freilich ſchon ein gro⸗ ßer Theil halb verfault war. Das Meiſte davon ließ ſich aber noch trefflich zum Lagerfeuer benutzen, und an der ſchnell entzundeten

Gluth ſtaken bald die ſaftigen Rippenſtücke des erlegten Bären, wäh⸗

rend die Jäger, auf ihren Decken ausgeſtreckt, der Ruhe pflegten

und in die züngelnden Flammen ſtarrten.

Die beiden Männer gehörten, wie auch der Leſer ſchon aus

ihrem Geſpräch entnommen haben wird, zu einem Flatboot, das