Teil eines Werkes 
2. Bd. (1853)
Entstehung
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Gebieterin vor allen Andern wie ein verzogenes Kind begünſtigt, ſo daß er ſich ſelbſt gegen die weißen Män⸗ ner der Inſel, wenn nicht herriſch, doch jedenfalls trotzig und unfreundlich benahm, weshalb ihm auch kei⸗ ner derſelben grün ſein mochte und nur Alle eben die Scheu vor dem Capitain ſelbſt zurückhielt, daß ſte nicht den Favoriten ſeines Weibes einmal recht derb und nachdrücklich züchtigten. Bolivar aber, der als der ein⸗ zige Neger, und daher unter dem Knaben ſtehend, deſ⸗ ſen Tyrannei ſchon mehre Male hatte ertragen müſſen, ohne weder von Kelly ſelber Genugthuung, ja bei Georgine ſelbſt Gehör zu finden, nährte einen fin⸗ ſteren Haß gegen den jungen leichtſinnigen Burſchen, und wohl nichts Gutes mochte es dieſem prophezeiheu,

daß der Blick des Aethiopiers manchmal, und wenn

auch nur für Secunden, mit einem wilden, triumphiren⸗ den Lächeln auf dem ſchönen Antlitz des ſchwarzlockigen Knaben ruhte. Endlich brach Bolivar das Schweigen und brummte, während er eine kurze Zeit mit Rudern einhielt: „Steuert, zum Donnerwetter, grade, oder laßt's ganz ſein— der Henker ſoll eine ſolche Arbeit holen, wo man einmal im rechten und einmal wieder im lin⸗ ken Ruder liegen muß, weil's dem jungen Herrn da