Teil eines Werkes 
2. Bd. (1853)
Entstehung
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Mitternacht mußte vorüber ſein, als er aus ſeinem

ſüßen Traum erwachte, und ſich in der traurigen Wirk⸗

lichkeit nicht mehr von dem erwärmenden Feuer, ſondern vor dem offenen Kamin fand, durch das ihm der wilde Sturm einzelne kalte Tropfen entgegenjagte. Die Koh⸗ len waren gänzlich ausgebrannt kein Funken mehr zu finden und fröſtelnd rückte er ſein Lager zurück in die mehr gegen Sturm und Wetter geſchützte, hintere Ecke des Gebäudes, um hier die erſehnte Morgendämmerung zu erwarten..

Kaum war dieß jedoch geſchehen, als es ihm vor⸗ kam, als ob er an der Außenſeite des Hauſes Stimmen höre. Schnell rief ihm dieß die Erzählung des Negers, die er faſt ſchon vergeſſen, ins Gedächtniß zurück, und auf den rechten Ellbogen geſtützt, fühlte er erſt ſorgfältig nach Büchſe und Meſſer, ob ihm die treuen Waffen zur Seite lagen, und lauſchte dann mit zurückgehaltenem Athem und der geſpannteſten Aufmerkſamkeit dorthin, von woher er zum erſten Mal die Töne vernommen zu haben glaubte. Aber Nichts ließ ſich weiter hören, und ſchon wollte er, mit eiem Lächeln über ſeine eigene Ge⸗

ſpenſterfurcht, zurück auf das Lager ſinken, als er wieder,

und zwar ganz in der Nähe, menſchliche Laute unter⸗ ſchied; faſt in demſelben Augenblick riß Jemand die