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nenwachs gegoſſen, an, das er auf den Tiſch ſtellte
und denſelben nahe zum Bett rückte. Dann ſetzte er
ſich ſelbſt wieder auf ſeine alte Stelle, und die Hand des Kindes in der ſeinigen, erwartete er das erſte Tageslicht. Als nun endlich der Morgen dämmerte, die Sonne hinter den Baumwipfeln emportauchte, da ſtand er auf, ging hinaus, nahm eine Hacke und fing an das Grab ſeines Erſt⸗ und Einzig⸗Gebore⸗ nen zu bereiten.
Als die Grube tief genug war, wickelte er die Leiche in die wollene Jagddecke, küßte noch einmal Lippe und Stirn des Kindes, ſenkte ihn ſanft hinab, legte dachartig lange Schindeln über ihn hinweg, daß ihn die Erdſchollen nicht berühren konnten und füllte das Grab aus.
Das beendet, rollte er mit unſäglicher Mühe einen abgehauenen, zu Fenzſtangen beſtimmten Ei⸗ chenſtamm auf das Grab, ſchlug die Rinde oben ab, und grub mit ſeinem ſchweren Jagdmeſſer, das er meiſelartig gebrauchte, den Namen ſeines Sohnes in rohen Buchſtaben auf den Stamm.
An demſelben Tag noch fing er die beiden Pferde wieder auf, die er an dem geſtrigen Unglücksabend im Walde verlaſſen hatte, bepackte ſie mit dem Nöthig⸗
ſten, was er bei einer neuen Anſiedelung zunächſt zu
brauchen glaubte, und zog über den Arkanſas hin über nach den Maſſerne⸗Gebirgen, do


