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Amerikanische Wald- und Strombilder / von Friedrich Gerstäcker
Entstehung
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zwar an ſolchem Ort und in ſolchem Aufzuge zu ſehen. Wäre er nur ein Bischen mit europäiſcher Civiliſation bekannt geweſen, ſo würde er mich un⸗ bezweifelt für einen Weinreiſenden gehalten haben, ſo konnte ich ihm nur verſichern, daß ich einPech⸗ Reiſender ſei und mich in den Sümpfen hier zu meinem Vergnügen aufhalte; mein Ausſehen mußte das auch beſtätigen.

Ich hatte jedoch nun den ſchlimmſten Weg über⸗ ſtanden und erreichte einige Tage darauf die An⸗

ſiedelungen; es bedurfte aber langer Monate, ehe

ich dieſe Jagd vergeſſen, wenigſtens verſchmerzen konnte; doch durfte ich mich gar nicht beklagen; ich lernte dadurch nur eine der vielen Schattenſeiten kennen, die eine jede Sache haben muß, um nicht durch Einförmigkeit allen Reiz zu verlieren; fand aber auch zu gleicher Zeit, daß der Urwald trotz all dem Zauber, der ſchon allein in dem Worte liegt, recht ſehr proſaiſch, ja ſogar vecht ſehr lang⸗ weilig ſein konnte. Sind daher die deutſchen Jagden auch weniger gefahrvoll, alſo auch weniger intereſ⸗ ſant, als die amerikaniſchen, ſo iſt der Jäger hier doch auch nicht ſolchen erſchrecklichen Lagen ausge⸗ ſetzt, als es nur zu oft dort der Fall iſt, und wo einmal eine Sache Zwang wird, wo der im Walde Lebende ſchießen muß, wenn er nicht verhungern will, hört ſie auf Vergnügen zu ſein.

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