Teil eines Werkes 
3. Bd. (1861)
Entstehung
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Taille gefaßt, und ſuchte ihr einen Kuß zu ſteh⸗ len. Das Mädchen aber mochte vielleicht den von unten herauf Kommenden ſchon bemerkt ha⸗ ben, denn ſie entwand ſich geſchickt ſeinen Hän⸗ den und floh lachend den Gang hinunter. Der Fremde mußte jetzt wohl ebenfalls die Schritte auf der Treppe hören, denn Wagner war dicht hinter ihm. Er wandte raſch den Kopf und trat dann, ohne ſich wieder umzudrehen, in eines der nächſten Zimmer der erſten Etage.

„Wetter noch einmal,“ dachte Wagner,„das Geſicht muß ich doch ſchon irgendwo geſehen ha⸗ ben,“ und er überlegte hin und her, wo er dem Manne ſchon begegnet ſein könne. Die den Gang herunterkommende Kathrine machte ihn

aber alles Andere raſch wieder vergeſſen, und mit 7“ kündigte er ihr an, wen ſie un⸗ ten würde, und was ſie zu thun habe.

Im erſten Augenblick wollte die Kathrine Ueerdings vor Freude aufſchreien, und dann alle en Schwierigkeiten machen, daß ſie doch erſt eine andere Haube aufſetzen, eine beſſere Schürze vorbinden müſſe. Wagner ließ aber alle dieſe Einwürfe nicht gelten. Nachmittags konnte ſie zurückkehren und Alles nachholen—

hatte eines der hübſchen Stubenmädchen um die