Teil eines Werkes 
2. Bd. (1861)
Entstehung
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Roeken nur dadurch, daß er ſich höflich und an⸗ ſtändig gegen ſeine Frau betrug. Er war ihm nämlich zu höflich zu devot gegen Mevrouw und Van Roeken hatte ihn deshalb die erſten Tage in Verdacht, daß er nur ſeinen Spott mit ihr triebe, was ihm natürlich höchſt fatal geweſen wäre. Da ſich Horbach aber darin vollkommen gleich blieb, beruhigte ſich Van Roeken raſch dar⸗ über, und war froh, daß er keine neuen unange⸗ nehmen Auftritte zu, erwarten hatte. Die Zeit mußte ja endlich einmal kommen, wo die Colo⸗ nie von ſeiner Gegenwart befreit wurde.

Solche außergewöhnliche Menſchen paßten auch nicht in eine holländiſche Colonie. Dort ging Alles ſeinen geregelten Gang, ſeine beſtimmt vor⸗ gezeichnete Bahn, wie ſich die Sterne über ihnen am Himmel bewegten. Kam nun einmal ſo ein

nichtsnutziger Komet dazwiſchen, der keinen feſten⸗

Cours anerkannte, ſondern die Kreuz und Quer zwiſchen den Uebrigen herumſchoß, ſo fühlten ſich Alle unbehaglich, denn Niemand war ſicher, daß der nirgends hingehörige Vagabond in der näch⸗ ſten Stunde gegen ihn ſelber anrannte.

Nitſchke dagegen, der wirklich entſchiedene Beſ⸗ ſerung verſprach, und alle Prophezeihungen von Seiten Van Roekens zu Schanden machte, war