Teil eines Werkes 
2. Bd. (1861)
Entstehung
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nem wieder liederlichen und unregelmäßigen Leben gerade ſo zu behaupten wußte, als ob er mit zur Familie gehöre. Mevrouw hatte ihn allerdings im Anfang mit der größten Kälte, ja faſt mit be⸗ leidigender Verachtung behandelt, ohne jedoch Hor⸗ bach im Geringſten außer Faſſung zu bringen. Im Gegentheil benahm er ſich fortwährend höchſt ehrfurchtsvoll, ja faſt demüthig gegen ſie, ließ aber doch immer durch blicken, daß er ſich ihr überle⸗ gen wiſſe. Der Huldigung die er ihr dadurch brachte, konnte die eitle Frau nicht widerſtehn, während ſie auch durch eine gewiſſe, ihr ſelbſt unerklärliche Scheu vermocht wurde, ihn wenigſtens artig zu behandeln. Sie milderte zuletzt ihr Betragen ge⸗ gen ihn; war wenigſtens nicht mehr unfreundlich, und da ſie glauben mußke, daß er ihre Herrſchaft unbedingt anerkenne, überſah ſie manches Andere in ſeinem Benehmen.

Viel mochte dazu beitragen, daß er ſich ſtets artig gegen den Mann zeigte, der ſeine Beſuche im Van Roekenſchen Hauſe am Häufigſten wieder⸗ holte, ja dort zuletzt faſt ſelber wie zu Haus zu ſein ſchien und das war Niemand anders als Herr Heffken. Heffken ſah allerdings Nichts unlieber bei Van Roekens, als Horbachs ihm ver⸗ haßte Geſtalt, und hatte alles Mögliche verſucht