Teil eines Werkes 
2. Bd. (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

12

lernen können, und ſonſt auch, wie ich feſt üͤber⸗ zeugt bin, ein braver ehrlicher Menſch, aberich habe nun einmal eine Antipathie gegen ihn, die, wenn mich nicht Alles täuſcht, gegenſeitig iſt.

Ich wollte ſie wäre bei mir und ihm auch gegenſeitig ſeufzte Van Roeken ſtill vor ſich hin; der unglückſelige Menſch ſcheint aber eine ſtille Neigung zu mir gefaßt zu haben, denn wie er mich geſtern Abend verſichert hat, bin ich ſein erſter Beſuch geweſen, den er nach ſeiner Wunde beglückt hat.

Du ſcheinſt nicht recht erbaut davon zu ſein?

Nein! rief Van Roeken heftig.Weil ich feſt überzeugt bin, daß er blos zu mir herüber ge⸗ kommen iſt, um zu ſpioniren, wenn ich auch nicht recht begreifen kann, welches Intereſſe er an der ganzen Sache nehmen kann.

Er weiß doch noch Nichts von Fräulein Bernolds Ankunft? rief Wagner raſch.

Gewiß weiß er davon, bekräftigte Van Roe⸗ ken mit einem Fluch,und irgend ein böſer Geiſt muß es ihm verrathen haben, ſonſt bleibt es ein Räthſel, wie er ſchon Wind davon bekommen konnte.

Und hat er Etwas geäußert?