——
ſchon an unruhig zu werden über das gar ſo lange Ausbleiben der Beden. Endlich erhob er ſich, und wollte ſich eben aufmachen ihnen entgegen zu gehn, als er leichte Schritte im Laub hörte, und gleich darauf Sadie— allein— vor ihm ſtand.
„Und wo haſt Du den Wi Wi?“ frug der Mi⸗ tonare raſch und eine dunkle Ahnung zuckte ihm durch's Herz; Sadie aber ſchmiegte ſich an ſeine Bruſt, und während er fühlte wie die heißen Thrä⸗ nen ihren Augen entquollen flüſterte ſie:
„Er iſt fort, Vater— fort, und wird nie wie⸗ der kehren.“
„Fort?“ rief der Mitonare erſchreckt—„mitten in der Nacht?— wohin?—“
„Fort mit ſeinem Boot“ ſagte die Jungfrau, das liebe Antlitz mit den Händen deckend—
„Durch die Corallenriffe bei Nacht?“—
„Wir haben lange auf Mutters Grab gebetet, und er mit mir, wie's Mutter mich gelehrt; alle die alten Gebete hab' ich ihm geſagt, und— oh er hat geweint, als ob ihm das Herz brechen müßte an der theueren Stätte. Dann hat er mich an ſich gezogen und mich geküßt, und wieder geküßt, und ſeine Sa⸗ die, ſein liebes armes Kind genannt, und dann geſagt, er ſei nicht werth zu leben, wo er uns Alle un⸗
glücklich gemacht. Da bat ich ihn bei uns zu bleiben 22*


