wie weh erſt haſt Du allen denen gethan die Dich ſo lieb gehabt.“
Renè barg ſein Antlitz in den Händen aber er⸗ wiederte kein Wort, und der Mitonare fuhr leiſe fort:
„Die erſte Zeit war die Schlimmſte— wie wir ſo Monat nach Monat ſaßen und Deiner harrten, und Fahrzeug nach Fahrzeug ankam von Tahiti, ohne auch nur einen Gruß zu bringen an die arme Frau, da hat Sadie viel geweint, und Tage und Nächte lang da oben geſeſſen, wo ſie jetzt ausruht von ihrem Schmerz, um hinauszuſchauen nach nahen⸗ dem Segel— immer, immer wieder vergebens.“
Rene hatte raſch und erſchreckt aufgeſehen, und ſagte jetzt mit vor innerer Angſt und Aufregung faſt erſtickter Stimme.
„Und hat ſie meinen Brief von Tahiti nicht be⸗ kommen, wie ich ſo ſchwer dort verwundet lag?— den Brief den der Miſſionscutter ſelber mit herüber gebracht und den der Miſſionair— ich weiß nicht welcher— verſprochen hatte in ihre Hand zu geben und ſie ſelber, und wenn nicht das, doch wenigſtens Antwort mit zurück zu bringen?“
„Einen Brief?— der Mitonare?“ ſagte der kleine Mann kopfſchüttelnd—„und wann war das?“
„ Nur wenige Wochen nachdem ſie mich verlaſſen“ erwiederte Rene ſchnell.
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