18
vor der Trommel und dem Jauchzen der bewundern⸗ den Schaar, bis ſie erſchöpft zuſammenbrechen, und andere— wildere ihren Platz ausfüllen auf dem zer⸗ ſtampften mißhandelten Raſen.
Bunt ſind die Tänzer, bunter aber faſt die Zu⸗ ſchauer die ſie jetzt umſtehn, und die ſich, durch den Ton des Inſtruments gelockt, eingefunden haben. Neben dem noch bis an die Zähne tättowirten alten Indianer, der mit grimmer Luſt und leuchtenden Au⸗ gen ſchon in ſeinem Geiſt die alte Zeit wieder auf⸗ leben ſieht mit ihren Feſten und Tänzen— die ſchöne fröhliche Zeit, ehe die ſchwarzgekleideten Männer mit den finſtern Geſichtern kamen und ihren ſonnigen Boden betraten, ſteht die würdige Matrone, der jetzt Blume und Blüthe im Haar ſchon ein Gräuel und dem Herrn mißfällig dünkt, und ſieht mit Seufzen und oft und oft zum Himmel geſchlagenen Blick, das Entſetzliche wieder vor ihren Augen geſchehen, dem fol⸗ gend ihre Prieſter Peſtilenz und Krieg und die Rache⸗ blitze ihres Gottes prophezeiht. Aber ſie ſieht doch den Tanz, ſie ſteht und zögert, und während ſie ſeufzt und ſtöhnt, taucht die Erinnerung in ihr auf, an frühere Zeit, wo ſie ſelber im wilden Sprung die Reihen der Mädchen geführk, die Fröhlichſte unter den Fröhlichen, bei denſelben entſetzlichen Klängen, — wo ſie mit fliegender Bruſt und funkelndem Auge


