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Rowe mit einem frommen Blick nach oben und tiefen Seufzer,„das iſt falſch, denn Tahitis Geſetze ſprachen allein ihr Urtheil.“
„Und wer gab die Geſetze, die ſie damals tra⸗ fen?“ lachte mit bitterem Hohn und trotzigem Zornes⸗ blick der Häuptling—„Ihr!— Wer deutete ſie der Königin gegenüber? Ihr! Wagt es und ſagt die Königin iſt frei— es iſt nicht wahr; in Eueren Maſchen liegt ſie, in Euerem Netze liegt das fanati⸗ ſirte Volk, das nur des Aufrufs bedarf und einen Bibelvers, ſich blind dahin zu ſtürzen wohin Ihr es verlangt. Dreht Euere Augen zum Himmel— Got⸗ tes Tod— hier ſteh ich und der Herr da oben mag mich ſtürzen, wenn ich ein einzig falſches Wort nur ſpreche, ein einziges Wort, das mir nicht warm und wahr in der Seele glüht, und meinen Pulſen Fieber⸗ hitze giebt.— Die Geſetze? die Häuptlinge? nicht Ihr?— wagt es und ſagt das Euerer Königin in's Geſicht— ſagt das Fanue, Terate und Avei— nicht Ihr? die Häuptlinge, das Volk führen es aus, Ihr aber, mit der Bibel in der Hand ſteht Ihr dahinter, und Euer Ruf iſt es— heimlich oder laut— der ſte treibt.“
„Nicht als Ankläger, Tati von Papara, ſondern als Vorgerufener ſollſt Du Rede ſtehn Deiner Fürſtin!“ rief aber jetzt Raiata, der mit einem leiſen Anflug von


