Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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„Adieu, Louiſe,“ ſagte Hohburg mit freund⸗ licher Stimme, indem er ihr zum erſten Mal voll in's Auge ſah und ihr freundlich die Hand drückte; —„hoffentlich ſiehſt Du mich als neuen Men⸗ ſchen wieder!“

„Das gebe Gott,“ ſagte die Frau, mit einem recht aus tiefſter Bruſt heraufgeholten Seufzer, und lange noch ſtand ſie in der Thür und ſah der die Straße hinaufwandernden Geſtalt des Gatten nach— bis ihn eine Biegung derſelben ihren Blicken entzog.

Eine volle Stunde verging ſo. Lieschen war munter geworden und frug nach dem Vater, und die Mutter hatte ihr geſagt, daß er fortgegangen ſei, Brod für ſie zu holen.

Des Kindes Augen leuchteten bei den Worten.

„Siehſt Du, Mama,“ rief ſie, zur Mutter ſprin⸗ gend und ihre kleinen Aermchen um deren Nacken legend—„ſiehſt Du, da iſt der Vater doch brav und hat Wort gehalten, was er uns verſprochen, als er fortaing— er wollte Brod für uns zurück⸗ bringen⸗*

„Ja, mein Kind,“ ſagte die Mutter, aber ein eigenes, faſt unerklärliches Weh zog ihr dabei das Herz zuſammen. That ihr die Täuſchung weh, in der das Kind den Vater für beſſer hielt, als er wirklich war?

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