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glaube, daß er etwas auf mich hält. Wenn ich ihn ernſtlich darum bitte, wird er uns wenigſtens ſeinen guten Rath— vielleicht auch Beiſtand, nicht verſagen, und erſt einmal nur in Gang ge⸗ bracht, wirſt Du Dir ſchon ſelber helfen können. Jetzt aber vor allen Dingen thut Dir Noth, daß Du Dir neue Kleider ſchaffſt,“— ſetzte ſie freund⸗ licher hinzu.„Du haſt Recht, in dem Anzuge kannſt Du Niemanden um Arbeit oder Beſchäfti⸗ gung anſprechen; Du mußt anſtändig ausſehen, damit die Leute auch wieder Vertrauen zu Dir gewinnen.“
„Aber ich habe,“— ſtammelte tief erröthend der Mann—
„Ich weiß es ſchon,“ ſagte abwehrend die Frau—„ſo viel iſt aber mir ſelber noch geblie⸗ ben, Dir zu helfen. Einen Nothpfennig für mich und das Kind hatte ich zurückgelegt, um in einem möglichen Krankheitsfalle nicht ähnlicher Gefahr ausgeſetzt zu ſein als früher. Da, nimm das!“ ſetzte ſie freundlich hinzu, während ſie an ihren
Koffer ging und aus einem kleinen, auf dem Bo⸗ den verſteckten Säckchen etwa zwanzig Schillinge
in Silber nahm—„es wird genügen, Dir das Nothwendigſte an einfachen Kleidern zu verſchaffen — Staat ſind wir Beide nicht berechtigt zu machen.“ 2


