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alarmiren. Möglich, daß er ihre Stimmen hörte, oder die Verfolgung fürchtete, denn noch ehe ſich der letzte Hund in ſein Faß zurückgezogen, glitt er von der ſchroffen Wand nieder, und ſprang gerade auf das nächſte Faß zu, in dem einer der grimmen Wächter auf der Lauer lag. Das war in ſofern richtig, als er es hier im ſchlimm⸗ ſten Falle ſicher nur mit einem Hunde zu thun hatte. Der unten ſtehende Poſten ſchlief aber nicht, wie der Flüchtling vielleicht gehofft, ſondern ſah ihn ſchon von dem Felſen niedergleiten. Glücklicher Weiſe für ihn machte er aber nicht gleich Lärm, ſondern zielte erſt ſorgfältig auf den Niederklettern⸗ den, und drückte dann ab— aber ſein Gewehr verſagte. Jetzt erſt ſchrie er laut die Hunde an; ain dieſem Augenblicke war der Sträfling aber auch ſchon an dem ihm nächſten Faſſe, an dem er voorüberſprang, als die Dogge darin ſeine Schritte hörte und mit wüthendem Gebell herausfuhr,— die andere, die noch draußen geſeſſen, ſchlug eben⸗ falls an. Der Flüchtling wäre auch verloren ge⸗ weſen, hätte ſich nicht das ihm nächſte Thier im
Herausfahren an dem Pfahle, an dem es angeſchloſ⸗
ſen lag, mit der Kette verwickelt. Die andere Schildwacht, dadurch aufmerkſam gemacht, ſchoß jetzt wohl ihr Gewehr auf ihn ab, fehlte aber, und


