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einer ſtürmiſchen Nacht nun wurde, während ein Orkan die See zu Schaum peitſchte, und die Wäch⸗ ter möglicher Weiſe auch veranlaßte, in ihrer Auf⸗ merkſamkeit etwas matter zu werden, verſuchte Jack London ſeine Flucht. Der Wind war ihm in ſo⸗ fern außerordentlich günſtig, als er mit großer Heftigkeit gerade von den auf der ſchmalen Land⸗ zunge angefeſſelten Hunden auf ihn zuwehte, dieſe ihn alſo nicht vorher wittern konnten. Seiner Eiſen wußte er ſich zu entledigen, und er kam glück⸗ lich zu dem ſpitzen, mit Büſchen bewachſenen
Hügel, der nach den Hunden zu in ſchroffer Wand
ablief. Der oben ſtehende Poſten, der ſich jeden⸗ falls in ſein Schilderhaus zurückgezogen hatte,
bemerkte ihn nicht, die Laternen aber, die an ein⸗
gerammelten Pfählen um die Hundehütten her hell
brannten, mußten ihn jedenfaus, ſobald er ſich auf die vollkommen beleuchtete chroffe Wand⸗ wagte, dem unten am Hauſe ſtehende Poſten ver⸗
rathen. Das aber hielt ihn nicht ab; die Doggen lagen in ihren Fäſſern, welche ihnen
als Hütten dienten; nur eine an der li en
Seite war munter und ſaß knurrend im Regen draußen. „Indeſſen ſcheint es, daß er von ſeinen Wäch⸗
tern daheim ſchon vermißt war, denn von dieſen hatten ſich einige aufgemacht, um die Poſten zu


