Stunden eintreffen könnten; außerdem aber auch noch ein großes Brief⸗ und Zeitungspacket, das der Haupttreiber ihm anvertraut hatte, um es ſo raſch als möglich in die Hände des Herrn zu bringen.
Briefe aus der Heimath!— Wer jemals drau⸗ ßen in der Fremde, Monate, Jahre lang ohne Nachricht von ſeinen Lieben daheim geweſen, nur der kann ſich in das ſelige, wunderbare Gefühl hin⸗ ein verſetzen, das uns beim Eröffnen der ſo lange, ſo heiß erſehnten Nachrichten erfaßt, und uns im Anfang die lieben, ſo lange vermißten Schriftzüge toll und bunt vor den Augen herumtanzen läßt. Briefe aus der Heimath!— Der heimathliche Poſt⸗ ſtempel iſt ſchon eine Erinnerung aus der Jugend⸗ zeit, die Adreſſe, das Siegel— der Name unſerer Vaterſtadt neben dem freilich ſchon gar alten Datum. Und nun die Kunde ſelber— die herzlichen Worte,. die uns das Schreiben bringt, die uns innig bewe⸗ gende Nachricht, daß Alle, die uns theuer, noch wohl und munter ſind, und unſerer mit der alten Liebe gedenken.— Solch ein Tag iſt ein Feſt in dem ſonſt ſo ſtillen, monotonen Leben des Anſiedlers, und die Briefe werden wieder und wieder geleſen, erſt ſti⸗ und allein, dann laut im verſammelten Famil⸗ kreiſe, und man wird nicht müde, die lieben the e. ke ent.
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