übertäubt. Alle drei erblickten das Bild, und alle drei ſan⸗ ken knieend zur Erde nieder.
„Mein Kind!“ rief die alte Dame, und rang in un⸗ ſäglichem Schmerz ihre Hände.
„Mein Bruder!“ ſeufzte die ſchöne, ſchwarzgekleidete Juugfrau, und barg ihr Antlitz in den zitternden Fingern.
Das weißgekleidete Mägdlein aber hob leiſe flehend die zarten Hände zu dem Bild empor; in ihren ſanften Augen ſchwamm ein unausſprechliches Gefühl, über ihre Wangen legte ſich fliegende Röthe, ihre Geſtalt bebte, und ihre ganze Seele ſchien dem Gemälde zuzuſtreben.
Ein einziges Wort entrang ſich dabei den leiſe geöffne⸗ ten Lippen, ein einziges, kaum verſtändlich geflüſtertes Wort, aber es klang wie der Sterbeſeufzer eines gebrochenen Herzens—
„Lorraine!“
Ende des vierten und letzten Bandes.
Druck von Otto Wigand in Leipzig.
Seine Worte wurden von einem wilden Schmerzſchrei


