Teil eines Werkes 
4. Bd. (1851)
Entstehung
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247 Zelle mit der erbärmlichen Entſchuldigung vorgeblichen Wahnſinns befreien. Ich wahnſinnig, während meine Seele ſo feſt wie meine Verzweiflung, meine Hand ſo ſicher und treu wie die Waffe war, die ſie fuͤhrte“—

„Schuldig oder nicht ſchuldig?“ winſelte der Clerk.

„Schuldig!“ ſchrie ich, und ſprang empor, daß meine Advokaten vor Schreck und Ueberraſchung zuſammenbrachen. „Schuldig vor Gott! Ich bin angeklagt, jenes Mannes Blut vergoſſen zu haben.— Ich habe ihn gemordet; ja, wie ein Hund ſollte er ſterben, und ſo iſt er geſtorben. Ich hatte eine holde, eine unſchuldige Schweſter, Gentlemen, mein ſilberhaariger Vater hatte eine reine, eine unverdor⸗ bene Tochter. An dem Glück dieſer Tochter hing das Leben, hing die ganze Seeligkeit ihrer ſie mehr als ſich ſelbſt lieben⸗ den Mutter. Ja ja, Gentlemen, dieſe Tochter war die ganze Freude und Hoffnung dreier Menſchen, eines Vaters, einer Mutter und eines Bruders, und jeder von dieſen hätte mit Freuden ſein Leben für ſie hingegeben.“

„Ein Wüſtling kam, und lockte fie aus ihrer Eltern Hauſe. Er wurde zum Meineidigen, ſie zu verrathen— und er verrieth ſie. Hintergangen, entehrt kehrte ſie in ihr Vaterhaus zurück.“

„Und glauben Sie, daß das Mädchen keinen Bruder hatte, ihre Schmach zu rächen? Sie hatte einen Bruder— er verfolgte den Verbrecher; er überholte den Buben auf ſei⸗ ner feigen Flucht, und den Allmächtigen anrufend, ſeinen