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loren, Miß;“ ſagte die ältliche Dame, indem ſie freundlich grüßend näher trat,„in Geſellſchaft unſerer Freunde ver⸗ ließen wir an dieſem Morgen das Wyoming⸗CThal, die friſche Luft dieſer Berge zu genießen; da wir jene jedoch auf irgend eine Art verfehlt haben, ſo müſſen wir Sie, mein Fräulein erſuchen, uns den Weg zu bezeichnen, der uns der großen Fahrſtraße wieder zuführt.“
Die weißgekleidete Maid gab keine Antwort, ihr Auge hing mit ſtummen Staunen an den holden Geſichtszügen der fremden Jungfrau. Langſam ſchritt ſie auf dieſe zu, er⸗ faßte ihre beiden Hände und überflog mit wildem, ängſt⸗ lichen Blicke jeden Zug ihres wunderſchönen Angeſichts.
So ſtanden ſie, die beiden holden Weſen, zwei Bilder von Jugend und Liebreiz, einander gegenüber, und die Ma⸗ trone blickte verwundert und doch auch lächelnd von der Einen zur Anderen hinüber.*****
Die hellen Sonnenſtrahlen und die warme, erquickende
Sommerluft, ſandten Licht und Wärme in das freundliche, von Reben beſchattete Landhaus, wo in einem kleinen ein⸗ fach, aber behaglich und geſchmackvoll eingerichteten Gemach, ein junger Mann ſinnend in einem weiten, bequemen Sor⸗ genſtuhl lehnte, während ſeine Arme feſt auf der Bruſt ge⸗ faltet waren.
Seine hohe bleiche Stirn, ſtach noch um ſo mehr gegen das glänzend rabenſchwarze Haar ab, das in dichten Maſ⸗ ſen bis über ſeine Schultern niederſiel, und ſein großes,


