Teil eines Werkes 
4. Bd. (1851)
Entstehung
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Beſchluß.

In tiefem, laubigen Waldesdunkel bog ſich die zarte, ſchlanke Geſtalt eines holden Mädchens zu der klaren, ſpru⸗ delnden Quelle nieder, die unter der Wurzel einer alten, rieſigen Eiche hervorquoll; ſie ruhte auf dem ſchwellenden, dunkelgrünen Moos, während ſich die dichten Zweige und Blüthen der Büſche, zu einem ſchwankenden, duftenden Dach über ihrem Haupte bildeten und den Platz, mit dem lieblichen Mägdlein darin, einer Elfengrotte ähnlich machten.

Sie bog ſich zur Quelle nieder, aber nicht mit Glas oder Becher in ihrer Hand, ſondern mit dem Kelch einer aufgeblühten Lilie, die ſie leiſe, leiſe in die cryſtallne Fluth tauchte. Dieſe Waſſer, ſo rein und hell, ſpiegelten die Züge eines wunderlieblichen Angeſichts wieder, den Glanz mild⸗ blauer Augen, den üppigen Reichthum ſchwellend brauner Haare. Während ſie noch in den lebendigen Spiegel hinab⸗ ſchaute, ſtahl ſich ein einzelner, leuchtender Sonnenſtrahl durch das dichte Blättergewölbe und zitterte auf dem Antlitz

der Quelle. IV. 16