Teil eines Werkes 
4. Bd. (1851)
Entstehung
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Wangen glühten— ihre Arme ſtreckten ſich ſehnend nach den Propheten aus und— 3

„Wir ſind Dein,“ jauchzten ſie in lautem, dröhnenden Jubelruf, dem lächelnd zu ihnen Niederblickenden entgegen.

Einen Augenblick herrſchte tiefes Schweigen— Ravoni hob die Hand und kein Laut unterbrach die Grabesſtille— nur langſam und feierlich wälzten und drängten ſich die dün⸗ nen, duftigen Weihrauchwolken dem Lichte zu.

„Ihr ſollt Zeuge meiner Macht ſein,“ rief Ravoni— „Ihr Alle ſeht hier den vor Euch ausgeſtreckten Körper— wenn dieſe Leiche zu neuem Leben erſteht, dann ſoll unſer Glauben ſeine Herrſchaft beginnen.“

Ein Murmeln der Verwunderung durchlief die Schaar.

„Ich ſage Euch die Todte ſoll erſtehen,“ fuhr Ravoni,

in immer begeiſterter Rede fort, und nun, mit feurigen, die Herzen entzündenden Worten, ſprach er zu den Seinen von den Myſterien des Lebens und Todes— von den geheim webenden Kräften des menſchlichen Syſtems, und überzeugte ſie durch Beweisgründe, deren Verfolgung ihr Hirn zu zer⸗ rütten drohte, wie die Seele dem Körper entriſſen, aber auch wieder durch eben dieſe Kenntniß der geheimen und mächti⸗ gen Sympathieen, demſelben zurückgegeben werden könne. Dann ging er auf die Forſchungen von Jahrhunderten, den Stein der Weiſen zu entdecken, über, entwickelte ſich über die Principien der ewigen Jugend und ſchloß mit den Don⸗ nerworten: