Teil eines Werkes 
4. Bd. (1851)
Entstehung
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in ſein Herz, jene Ahnung, die ihm das Blut in den Adern, und den Athem in der Kehle ſtocken machte.

Ravoni blickte auf die Züge der Seinigen, und dann bewegten ſich ſeine Lippen— aber er ſprach nicht.

Er war im Begriff vor den Augen der ihm blind Ver⸗ trauenden, ein Wunder zu thun— er wollte vor ihren Au⸗ gen die Todte, nicht mit Maſchinerieen oder Werkzeugen von Holz und Eiſen, nicht mit geheimen Mitteln und Lat⸗ wergen, ſondern nur durch die Kraft ſeines Willens, durch den Magnetismus ſeiner Seele, erwecken, und Secun⸗ den lang überflog ihn ſelbſt ein heiliger Schauer— die Ahnung jenes Geiſterreiches, deren Pforten er höhnend im Begriff war zu berühren. Dann riß er ſich gewaltſam aus dieſen Träumen auf und mit tiefer, melodiſcher Stimme begann er ſeinen Vortrag.

„Zu viel iſt bis jetzt von einem Gott geſprochen,“ wa⸗ ren ſeine erſten Worte—„zu viel iſt Gott in allen Reli⸗ gionen der Welt genannt. Wo auch immer Fanatismus ſeine Tempel erbaute, da wurde der Name Gottes durch die fau⸗ len Lippen der Prieſter entweiht.“

„Die Hindu Mutter übergiebt ihr Kind dem Ganges in dem Namen Gottes; der Wagen Juggernauts zerſchmettert Tauſende, die wahnſinnig dieſen Namen jauchzen, während der Tod ſie in eine entſetzliche umarmung hinwegreißt.“

„Die Fackel St. Bartholomäus ward in Gottes Namen entzündet, die fruchtbaren Gefilde Irlands ſind mit Blut