Teil eines Werkes 
4. Bd. (1851)
Entstehung
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gefühlt, doch ſtill und regungslos, wenn auch leichenbleich, verharrte er auf ſeiner Stelle. Der Doktor war von ſeiner Seite geflohen, Ravoni ſelbſt einen Schritt zurückgetreten; das ertödtende Gefühl aber, das noch immer auf Jenes Seele ruhte, das Geheimniß, was ihm Herz und Hirn mit dunkelen Schatten erfüllte, ließ ihn geringere Schrecken, wenn auch empfinden, doch nicht fürchten,

„Ou haſt einen ſtarken Geiſt,“ ſagte Ravoni mit leiſer, flüſternder Stimme, die ſo ſüß, ſo melodiſch klingen konnte. „Du haſt einen ſtarken Geiſt.“

Er legte die Hand auf Byrnewoods Schulter, und jener eigene Zauber, jene faſt unerklärliche Gewalt, die aus ſeinen Augen ſprach, und der ſich ſchon Tauſende und Tau⸗ ſende gebeugt, zog den jungen Mann mit einem ihm ſelbſt räthſelhaften Gefühle zu ihm hin.

„Ou haſt einen ſtarken Geiſt,“ ſagte Ravoni;„und bei meiner Seele— bei der Seele Ravoni's— Du ſollſt Einer der Auserwählten, Du ſollſt ein Prieſter des Glau⸗ bens werden.“

„Des Glaubens?“ echote der junge Arlington.

„Des neuen Glaubens, der ſich wie ein Phönix aus der Aſche der alten Religionen, des alten Aberglaubens unſerer Zeit, erheben wird. Jenes Glaubens, der in den Herzen thronte, ehe das Schwert der Juden, das Kreuz der Chri⸗ ſten, oder der Halbmond des Propheten am Horizont der menſchlichen Seele emporſtiegen, und Peſt und Vernichtung