233
„Zu meinem Vater! nie— nie— Ehe ich zu ſeiner Thüre zurückkehrte, wollte ich mir mein Brod auf der Straße betteln— eher wollt' ich—“
„Nein— nein,“ unterbrach ſie Ravoni;„ich ſpreche nicht von dem Heuchler, der Dich ſo ſchwer beleidigt, ſon⸗ dern von Deinem wirklichen Vater.“ Und wie ſo ſanft und mild betonte er mit den klangvoll und innig klingenden Lau⸗ ten das Wort Vater.
Der Anweiſung, die er am vorigen Abend von Pyne erhalten hatte, getreu, übergab er jetzt den Händen des überraſcht zu ihm aufſchauenden Mädchens einen, von dem Paſtor ſelbſt geſchriebenen Zettel.
„Ha!“ rief ſie, als ſie die Zeilen zum Licht emporhielt, „es iſt eine Botſchaft meines Vaters:—, Mabel— mein theueres, ſo lang vermißtes Kind, aber jetzt für immer mein eigen, vertraue Dich ohne Furcht dem Ueberbringer dieſes Schreibens, er wird Dich in die Arme Deines Vaters füh⸗ ren— Livingſtone.““.
„d ſeelige Botſchaft, Sir— ich bin bereit— o kom⸗ men Sie, kommen Sie!“ rief das ſchöne Mädchen mit Freude ſtrahlenden Augen, und ſtreckte ihre Hände zu dem Fremden aus..
„Wie! ohne Hut oder Mantel?“ lächelte Ravoni; „ſehnſt Du Dich ſo nach Deinem Vater, Kind!“
O Sir, mein Herz ſchlägt freier, ſchon bei der Nen⸗
III. 16


