Teil eines Werkes 
3. Bd. (1851)
Entstehung
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228 die ſich meiner bemächtigt hat— ein Traum, ein wilder, unnatürlicher Traum.“

Und mit dieſen Worten verfolgte er, geſenkten Hauptes und die Augen feſt auf die Erde geheftet, ſeinen Weg.

„Bei Gott, Lorrimer,“ rief Petriken, ſich dem jungen Libertin, der regungslos der fortſchreitenden Geſtalt des Un⸗ glücklichen nachblickte, nähernd—„das war kapital durch⸗ geführt.“

„Den habt Ihr koſtbar ablaufen laſſen,“ lachte Mut⸗ chins,„aber Leutchen, wir müſſen uns in Acht nehmen; wegen dem Milchgeſicht iſt ein Heidenlärm in der Stadt ge⸗ worden.“

Lorrimer ſagte kein Wort, Petriken wollte ihn wieder anreden, aber ein finſterer, drohender Blick ſcheuchte ihn zu⸗ rück; lautlos verließ er die Gefährten, und ſchritt ſchnell und unbekümmert um Alles was ihm begegnete, Chesnut⸗ ſtreet hinab.

Seine edle Geſtalt, ſein männlich ſchönes Geſicht lenkte manchen Blick ſtiller Bewunderung auf ihn; aber dieſe hoch⸗ ſchlagende Bruſt— dieſes glühende Auge— o wie wenig ahnten die holdſeligen Damen, die dem intereſſanten Mann nachſchauten, welche Hölle in ſeinem Buſen kochte.

Weihnacht⸗Abend— der Fluß— der Tod— Alles glitt in warnenden, erſchütternden Gebilden vor ſeinen Au⸗ gen vorüber. Alles in düſtere, faſt undurchdringliche Nebel

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