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hängenden Gardinen. Wie ſein Herz ſchlug, als er die
Schwelle überſchritt. Vor ſechsunddreißig Stunden hatte er
dieſen Raum, ein kräftig geſunder, fröhlicher Mann ver⸗ laſſen, und jetzt kehrte er, ſein Hirn mit tauſend, faſt wahn⸗ ſinnig machenden Zweifeln und Hoffnungen erfüllt, zurück.
Auf ſeinen Schreibtiſch zugehend, öffnete er einen der oberen Schubladen, und nahm ein kleines Mahagoni⸗Käſt⸗ chen heraus.
Dieſes ſchloß er ebenfalls auf, und ſchob etwas, das ſie enthielten, ſorgfältig unter ſeine Weſte, dann kniete er auf den Teppich nieder, und hob die Rechte, wie ſchwörend, zur Decke empor.
Sein Antlitz war aſchfarben und ſeine Augen nicht er⸗ hoben, aber ſie ſtarrten mit dem Ausdruck finſterer, fürch⸗ terlicher Entſchloſſenheit, vor ſich hin. Seine weißen Lippen bewegten ſich, aber kein Klang, nicht das leiſeſte Flüſtern
wurde hörbar.
Der erſte, rothe Strahl der freundlichen Morgenſonne überglühte ſeine bleiche Stirn; dann ſtand er langſam vom Boden auf, nahm einen anderen Hut und Mantel, ſchritt geräuſchlos die Treppe hinab, und verließ das Haus.
Es war Sonnenaufgang am Freitag Morgen, den drei⸗ undzwanzigſten December.
„Am Weihnacht⸗Abend wird Einer von Euch durch des Anderen Hand fallen!“ Die Prophezeihung


