Teil eines Werkes 
3. Bd. (1851)
Entstehung
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nach des Tages Laſt und Hitze, mit den Früchten ſeiner Ar⸗ beit, in Gold und Banknoten vor ſich, ausruhen zu ſehen. Wird aber das Behagen des Leſers nicht in wahre Vereh⸗ rung übergehen, wenn er erfährt, daß der arme, überfahrene Mann, und die Wittwe mit den fünf Kindern und dem Ei⸗ nen an der Bruſt, und der Arbeiter, der von dem Gerüſt heruntergefallen, und der eifrige, junge Bruder, der ſich dem Dienſte des Herrn weihen wollte, nur lebhafte Gebilde der Einbildungskraft, und von dem Feinde des heidniſchen Rom nur zu dem beſonderen Nutzen ſeiner ſelbſt, und des geheimen Wohnzimmerchens im Kloſter, erfunden waren? Dieß iſt jedoch natürlich ein Geheimniß, und ich muß vor allen Dingen darum bitten, keinen Gebrauch davon zu machen.

„Ein Bischen Opium wird mir auch weiter Nichts ſchaden,“ ſagte der gute Bruder jetzt, indem er mehre kleine zuſammengefaltete Papierchen, mit darauf bezeichnetem In⸗ halt aus der Taſche nahm. Wir zum Mäßigkeitsverein Ge⸗ hörenden müſſen doch Etwas haben, um uns ein wenig zu erwärmen und aufzuregen, und wenn wir den Spiritus abſchwören, dann erfriſchen wir unſer Nervenſyſtem mit einer Kleinigkeit Opium— unſchädliches Surrogat das.“

Der Bruder erhob ſich nun von ſeinem Stuhle, und leiſe eine ſchmale Thür öffnend, die in ein Nebengemach führte, überbreitete plötzlich ein wohlgefälliges Lächeln ſeine fetten, aufgedunſenen Züge, und ſeine wäſſerigen Augen erhielten