Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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„Algernon— eine Grafenkrone— Reichthum— Macht—“

Wieder hob der Gatte das Meſſer, und dießmal mit zornig dräuenden Blicken.

„Such Deinen Algernon im Grabe!“ knirſchte er mit convulſiviſchem Lächeln, während ſeine blauen, klaren Augen in ertödtendem Feuer glänzten,„laß die Grafenkrone auf Deinen nackten Schädel gedrückt werden— Dein Reichthum wird ein Sarg, Deine Macht, hahaha, werden Moder und Fäulniß ſein.“

Die Hand war gehoben zum Todesſtoß, aber mochte die Erinnerung an ſchöne, ſeelige, ach— vergangene Zeiten ſein Herz ergreifen, daß die Liebe, die er für das angebetete Weſen bis jetzt gehegt, im letzten, entſchei⸗ denden Augenblick ſeine Sehnen erſchlaffte— ſeine Hand zitterte aber— er wandte das Antlitz ab, und zwei große — heiße Thränen rollten langſam ſeine Wange hinab.

„Algernon!“ flüſterte Dora—„wir ſuchen eine Hei⸗ math.“ 3

„Im Grabe!“

Und der Dolch hob ſich jetzt ſchnell und drohend— ein Moment blitzte er in dem rothen Schein des Lichts und dann fuhr er raſch und geräuſchlos, von feſter, kräftiger Hand getrieben, hinab.

Iſt jener ſchneeige Buſen roth von dem vorſprudelnden 18*