Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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ſchmuck des Laſters von den Schultern reißen! Haſt Du den Muth zu alle Dem?“

Ich konnte nur leiſe die Hand des alten Mannes preſ⸗

ſen und flüſtern:„Ich will es verſuchen.“

„Gut,“ ſagte er— haſt Du den Muth, das über⸗ ttünchte Grab zu enthüllen und den ſcheußlichen Moder zu zeigen, der in ſeinem Innern arbeitet, während die Welt ſtaunend und bewundernd ſeine äußere Pracht umſteht, dann

ſollen dieſe Papiere Dein eigen ſein.“

Ich ſaß die ganze Nacht neben dem Bette des alten Mannes und ſeine letzten Augenblicke verfloſſen ihm ruhig und faſt freudig; er ging mit ſeeligem Gottvertrauen hinüber, als aber der Morgen, der neue, heitere Morgen dämmerte, drückte er zum letzten Male meine Hand und ſank in ſein

Kiſſen zurück— eine Leiche.

Er war mein Freund, der Freund der armen, ältern⸗ loſen Weiſe— er war ein Advokat und— ehrlich, ein Chriſt und nicht Bigot, ein Philoſoph— und kein Skeptiker ge⸗

weſen.

Nach ſeinem Begräbniß empfing ich das Paket, das unter meiner Adreſſe verſiegelt lag, mit der Ueberſchrift