Teil eines Werkes 
3. Bd. (1861)
Entstehung
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Das thut mir recht leid, Sibylla, ſagte Geor⸗ gine,jetzt aber ſeien Sie ſo gut und ſchicken Sie das Frühſtück für den Herrn herauf Sie ha⸗ ben doch das blaue Zimmer heizen laſſen?

Ach du mein Himmel, das habe ich in dem Schreck ganz vergeſſen!

Dann müſſen Sie es hier hereinſchaffen. In die eiskalte Stube können wir den Herrn nicht führen.

Soll gleich Alles beſorgt werden! rief Si⸗ bylla, die in dem Augenblicke ſelbſt den armen Tobias über das Frühſtück vergaß. Im nächſten ſchoß ſie auch ſchon wieder den Gang entlang, und Herr von Silberglanz athmete freier. Ver⸗ gebens ſuchte er aber das Geſpräch auf den frü⸗ hern Gegenſtand zurückzulenken; Georgine wich ihm entſchieden aus, und bald wurden auch drau⸗ ßen wieder Schritte laut, denn die Hausmagd kam mit den beſten Speiſen, deckte den Tiſch mit zwei Couverts und blieb, auf Georginens Befehl, im Zimmer, falls noch etwas gebraucht werden ſollte, bis ihr Gaſt gegeſſen und getrunken hätte. Georgine ſelber nippte nur an einem Glaſe Wein, das Herr von Silberglanz für ſie eingeſchenkt.

Erſt wie er abgegeſſen, verließ die Magd das Zimmer wieder, um das Geſchirr fortzutragen, und Georgine wandte ſich jetzt an ihren Gaſt:

Gerſtäcker, Der Kunſtreiter. III. 2