Teil eines Werkes 
3. Bd. (1861)
Entstehung
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Hülfe anbieten im Falle Sie dieſelbe gebrau⸗ chen wollten.

Aber woher wußte Herr von Zühbig etwas Derartiges? fragte Georgine erſtaunt;ich habe mit dem Herrn nur in Beiſein meines Mannes geſprochen, und keine derartige Klage iſt über meine Lippen gekommen.

Und muß dem Menſchenkenner nur Alles mit dürren Worten geſagt werden? fuhr Herr von Silberglanz fort,genügt nicht oft ein unbewach⸗ ter Blick, ein halb unterdrückter Seufzer, ſelbſt eine verzögerte Antwort auf eine dahin zielende Frage?

Alſo aus reiner Theilnahme für mich ſind Sie gekommen? lächelte Georgine. Und wäre Herr von Silberglanz wirklich ſolch' ein Menſchen⸗ kenner geweſen, wie er eben beſchrieb, er hätte das halb höhniſche Lächeln, das um die Lippen der jungen Frau ſpielte, verſtehen müſſen und nicht zu ſeinen Gunſten deuten können. So aber fuhr er mit ſeiner ſüßeſten Stimme fort:

Nur Ihretwegen, holde Georgine, die ganze Reiſe; nur deßhalb, um von Ihren Lippen die Beſtätigung zu hören und Ihnen meine Hülfe anzubieten, oder das Gegentheil zu erfahren und