Teil eines Werkes 
2. Bd. (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

12

Mühler einmal in ſolcher Zeit zur Abwechslung nach Schildheim hinaus, weniger freilich, um die Gegend kennen zu lernen, als im Stern einzu⸗ kehren und ein Glas zu trinken.

Hier fand er den unvermeidlichen Stammgaſt, denfaulen Tobias, der behaglich hinter den Ofen kauerte, an einem alten, entſetzlich ſchmutzi⸗ gen und verbrannten Maſerkopf ſog, und ſeinen Krug Bier neben ſich auf der Bank ſtehen hatte.

Holla! ſagte Tobias, als der Alte zur Thür hereinkam und ſich unfern von ihm, nach kurzem Gruß, an einen der um dieſe Zeit leeren Tiſche ſetzte,ich dächte gar, das wäre der Schwiegervater vom Preußiſchen Gute oben, ſchön willkommen, das iſt geſcheidt, daß Ihr auch einmal zu unſer Einem herunterſteigt und er hielt ihm ſein Glas zum Anſtoßen hin.

Iſt ein verdammt langweiliges Leben da oben, brummte der Alte, indem er mit ihm anſtieß, muß doch auch einmal heraus und friſche Luft ſchöpfen.

Geſcheidt, lachte Tobias ſtillvergnügt, Ge⸗ ſellſchaft gefunden zu haben,und das kann man meiner Meinung nach am Allerbeſten im Wirths⸗ hauſe. Nirgends iſt man ſo ungeſtört und da⸗ heim, wie an ſo einem Orte, und wenn ich mein