fürchtete mit Recht, daß er ſich einmal wirk⸗ lich betrinken und dann den Dienſtleuten nicht allein ein Aergerniß geben, ſondern auch verra⸗ then könne, zu welcher Claſſe des Volkes er eigent⸗ lich gehöre. War es ihm doch nicht entgangen, daß der alte Verwalter, wenn er ſich unbemerkt glaubte, ſchon manchmal heimlich den Kopf über das etwas wunderliche und rohe Benehmen des Mannes geſchüttelt hatte, und welches Licht mußte eine ſolche Entdeckung dann auf ſeine Frau, auf ihn ſelber zurückwerfen!
Die einzige Beſchäftigung, zu der ſich Mühler dabei verſtehen wollte, war die, daß er ſich einen aus dem Dorfe geholten Spitz abrichtete, und ſtundenlang ſaß er mit dieſem zuſammen einge⸗ ſchloſſen, ihm allerlei tolle Kunſtſtücke beizubringen. Den Hund nannte er Hanswurſt, und er kam nicht mehr von ſeiner Seite.
Georg ſah das Alles, ohne irgend eine Aen⸗ derung herbeiführen zu können, und fühlte jetzt erſt in ſeiner ganzen Schwere den Fluch ſeines⸗ frühern tollen Lebens, das ihn, den Edelmann, unter die Hefe des Volks geworfen hatte. Jetzt verdammte es ihn dazu, nicht allein mit ſolch' rohem Menſchen, wie dieſer Mühler, zuſammen⸗ zuleben und auszuhalten, nein, es zwang ihn ſo⸗


