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Das Hintergebäude : Erzählung / von Fr. Gerstäcker
Entstehung
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Das iſt eine ſonderbare Geſchichte, Onkel, ſagte Thiodolf, während es ihm im Kopfe wirbelte. Wie es ſchien, hatte ihn ſein alter Onkel auf die unſchuldigſte Weiſe von der Welt von jedem Verdachte rein gewa⸗ ſchen, weil er eben ſeine Betheiligung dabei für un⸗ möglich hielt; aber jetzt war er dafür auch aufs Aeußerſte geſpannt, den Doctor Gieſelbrecht zu ſprechen. Was ihm der Onkel erzählt hatte, kam ihm noch im⸗ mer zu unwahrſcheinlich vor. Der Herr Polizeidirector wünſchte nur vielleicht das in der Stadt auszuſpren⸗ gen, damit ſich das Publikum, wenn es etwas von der Flucht der Unglücklichen erfuhr, raſch darüber be⸗ ruhigte und nicht etwa den Herrn van Beeker ſelbſt beläſtigte. Doctor Gieſelbrecht konnte ihm aber darüber die beſte und ſicherſte Auskunft geben, und wie er nur ſeine Toilette, heute aber etwas ſorgfältiger als ſonſt gewöhnlich beendet hatte, eilte er ſo raſch er konnte in die Redaction des Danneburger Journals.

Dort fand er Gieſelbrecht allerdings vor, aber nicht wie ſonſt wohl eifrig mit Arbeiten beſchäftigt, ſondern unruhig im Zimmer auf- und abgehend und ſeine Locken ſahen dabei aus, als ob er mit beiden Händen eine Zeitlang darin herumgefahren wäre.

Guten Morgen, Doctor, rief er ihn fröhlich an. Nun? wie iſt Alles abgelaufen?

Gerſtäcker, Das Hintergebäude. 13