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„Dieſe Unglückliche“, erwiderte der Stadtſchreiber, „iſt geſtern Nacht entflohen. Ueber Tag waren nur, als Fremde, die Arbeiter im Haus geweſen: Meiſter Behrens, ſeine zwei Lehrlinge und ein fremder Geſelle
und heute Morgen kam der Herr Polizeidirector von Boſſe zu mir, um mir zu ſagen—.“
„Was? Der Polizeidirector war bei Dir, Onkel?“
„Um mir zu ſagen“, fuhr der alte Stadtſchreiber fort,„daß Du, Thiodolf, mit in jenem Hauſe gearbei⸗ tet habeſt und daß Herr van Beeker Dich beſonders im Verdacht habe, bei dieſem Fluchtverſuch betheiligt ge⸗ weſen zu ſein, da die Flucht ſelber nur von innen her⸗ aus, nie von außen, bewerkſtelligt ſein konnte.“
„Ich, Onkel?“ rief Thiodolf jetzt wirklich beſtürzt, denn das Gehörte paßte nicht im Entfernteſten zu dem Bilde, das er ſich bis dahin von der ganzen Sache ge⸗ macht.
„Beruhige Dich“, ſagte der Onkel freundlich,„ich konnte dem Herrn Polizeidirector die beſtimmte Ver⸗ ſicherung geben, daß Du unmöglich dabei betheiligt ge⸗ weſen ſein könnteſt, da Du geſtern Abend, wie ich ganz beſtimmt wüßte, ſchon um dreiviertel elf Uhr in Deinem Bett gelegen hätteſt, gerade in der Zeit aber, wie er meinte, in welcher die Flucht bewerkſtelligt
ſein müſſe.“


