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Das Hintergebäude : Erzählung / von Fr. Gerstäcker
Entstehung
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und mit, wenn auch gewaltſam erkämpfter Ruhe

ſagte er:

Liebe Kunigunde, ich ſtelle Dir hier Herrn Thio⸗ dolf Pleſſen, einen lieben Jugendfreund vor, in deſſen Familie ich früher wie ein eigenes Kind gehalten wurde. Lieber Thiodolf, fuhr er dann gegen dieſen gewandt fort,Du triffſt es heute unglücklich, wir ſind gerade beim Reinemachen und Kunigunde, eine Wirthſchafterin, wie es wohl keine zweite in Danne⸗ burg gibt, läßt es ſich dabei unter keiner Bedingung nehmen, ſelber mit Hand anzulegen.

Thiodolf hatte im Nu herausgefunden, wie das Verhältniß hier im Hauſe ſtand; das war nicht ſchwer, er brauchte nur Kunigunden anzuſehen, und die Verlegenheit, in der ſich Bomeier bei ſeinem Eintritt befand, war ihm ebenſowenig entgangen. Da gab es nur eine Rettung: überwältigende Höflichkeit, und mit der liebenswürdigſten Verbeugung gegen die Dame gewandt, ſagte er, ehe Frau Bomeier nur Worte für ihre Entrüſtung finden konnte:

Gnädige Frau, ich bin unendlich glücklich, Sie perſönlich begrüßen zu können. Karl hat uns immer ſo viel Liebes und Gutes über Sie geſchrieben, daß es ſtets mein ſehnlichſter Wunſch war, Sie einmal aufzuſuchen. Jetzt aber ſehe ich, bin ich zu ungelege⸗