Teil eines Werkes 
3. Bd. (1864)
Entstehung
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„Meinen Abſchiedsbeſuch bei der Frau Gräfin!“

„Plagt Sie der Böſe?“ lachte Könnern.„Seit wann ſind Sie denn ſo förmlich geworden?“

„Ich bin gleich wieder da!“ rief der junge Mann in wilder Ausgelaſſenheit, und wie er ge⸗ kommen, flog er die Straße zurück und direct dem Hauſe der Gräfin zu.

„Unten ſcheuerte die Dorothea Holzgeſchirr.

„Iſt die Frau Gräfin oben?“

„Ja, in ihrem Zimmer.“

„Melden Sie mich— raſch, denn ich habe große Eile!“

„Ja, ich kann jetzt nicht hinaufgehen.“ „Dann meld' ich mich ſelber!“— und in wenigen Sätzen war er oben. An ein paar falſche Thüren pochte er dort zuerſt an, dann rief eine bekannte Stimme:„Herein!“ und Graf Rottack ſtand im nächſten Augenblicke der Madame Baulen gegenüber, die erſchreckt von ihrem Sopha em⸗ por fuhr.

„Herr Graf!“

„Frau Gräfin,“ ſagte der junge Mann, ſich mit Anſtand verbeugend—„entſchuldigen Sie einen Beſuch, der nur in ſeiner Kürze ſeine Be⸗ rechtigung findet. Ich komme mit einer einfachen Frage, um deren Beantwortung ich Sie erſuche.“

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