Teil eines Werkes 
3. Bd. (1864)
Entstehung
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willkürlich grüßte der junge Mann im Weitergehen und blieb dann ſtehn.

„Ich bin eigentlich recht unfreundlich geweſen, daß ich nicht einmal von ihr Abſchied genommen

habe,“ murmelte er leiſe vor ſich hin.— Er ſah nach ſeiner Uhr— es blieb ihm noch eine halbe Stunde Zeit.—„Was kümmert's denn mich,

wenn ſie— ei, ich will aus Braſilien von keinem

Menſchen im Böſen ſcheiden— am Wenigſten

von ihr!“ und raſch entſchloſſen ſchritt er in das Haus hinein.

Ein kleiner Burſche dort zeigte ihm die Thür des Zimmers, in dem das„Fräulein“ wohnte. Er⸗ klopfte an, und ein kaum hörbares Herein! ant⸗ wortete ihm— Helene ſtand mitten im Zimmer, ihn zu erwarten. Sie war ganz einfach gekleidet,

nur mit einem ſchwarzen Band im Haar als Schmuck und ſah ungewöhnlich bleich aus.

„Comteſſe,“ ſagte er, ich bin im Begriff, dieſes

Land für immer zu verlaſſen, und— wollte das

nicht thun, ohne Ihnen vorher Lebewohl zu ſagen.“

„Das iſt recht freundlich von Ihnen,“ hauchte Helene, und Rottack konnte es nicht entgehen, daß ſie ſich befangen, ja ängſtlich beklommen fühlte, ſo viel Mühe ſie ſich gab das zu verbergen. Das

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