Teil eines Werkes 
3. Bd. (1864)
Entstehung
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geredet wurde, ich mir zuletzt ſagen mußte, daß ich mit gutem Willen doch hier vielleicht noch Gutes wirken könne, und der Miniſter auch in der That nicht gleich eine andere paſſende Per⸗ ſönlichkeit hatte, ſo— entſchloß ich mich zuletzt, bis auf Widerruf wenigſtens. Eigentlich iſt aber hauptſächlich der Herr da an meiner Sinnes⸗ änderung ſchuld.“

Er deutete dabei mit dem Arm nach rechts hinüber, und als Könnern der Richtung mit dem Blick folgte, kief er erſtaunt, faſt erſchreckt aus: „Günther! Sie wieder in der Colonie 2*

„Großer Gott!“ ſeufzte Eliſe und deckte das Antlitz mit den Händen.

Günther ſtand ſchweigend vor ihnen; er ſah bleich und ernſt und angegriffen aus, und ſein Blick ruhte mitleidig auf der jungen Frau. Endlich trat er zu ihr, und ihr Haupt zwiſchen ſeine Hände nehmend, küßte er ſie leiſe auf die Stirn und ſagte freundlich:

„Gott ſegne Sie, liebes Kind, und gebe Ihnen an Ihres braven Gatten Seite den Frieden, den Sie ſo lange entbehren mußten.“

„Wo iſt er?“ rief Rottack, der noch zurück⸗ geblieben war, hinter der Gruppe—„Günther ⸗— Menſch, wo kommſt Du her?“ und im nächſten