Teil eines Werkes 
3. Bd. (1864)
Entstehung
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heimniß ſchon einige Tage früher als die betref⸗

fenden Perſonen ſelbſt gewußt hatte—„ei, da gratulir' ich ja recht von Herzen und von ganzer Seele und mit ganzem Gemüth, und der Herr gebe ſeinen reichſten Segen dazu— und was man Ihnen ſonſt noch alles Gute wünſchen kann!“

Helene ſtieß mit Allen an— ſie wußte gar nicht mit wem— ſie bemerkte auch kaum, daß ihr Bräutigam ſich ihr nahte und verlegen ſein Glas mit dem ihrigen berührte; ſie hörte nur, wie er flüſterte:

„Meine liebe, liebe Helene— o, daß ich Sie jetzt ſo nennen darf!“=

Der Herr Director Reitſchen, der eben ſein Glas erhoben hatte, fühlte ſich leiſe am Ellbogen berührt und wandte ſich danach. Er ſah auch Jeremias mit dem gefüllten Pokal vor ſich; ehe er es aber verhindern konnte, ſtieß der kleine Burſche, ihm freundlich und vertraulich zunickend, mit ihm an und leerte ſeinen Wein dann auf einen Zug.

Der Baron war ein entſetzter Zeuge dieſer Zwiſchenſcene geweſen.

Die Gläſer wurden wieder gefüllt, und viel⸗ leicht zum Beweis, wie unvorbereitet ihnen Allen dieſe Nachricht kam, las der Herr Paſtor jetzt ein

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