„So recht, Jeremias,“ lachte Günther—„iſt die Geſellſchaft verſammelt?“
„Alle da, meine Hörrſchaften,“ erwiederte Je⸗ remias mit größtem Ernſte—„fehlten nur noch, wie der Dichter ſagt, zwei lumpige Perſonen”“— und damit ſtieg er die Treppe vor ihnen hinauf, riß die Thür auf und meldete:
„Herr Baron, Günther von Schwartzau mit — Donnerwetter, ich weiß ja Ihren Namen nicht!“
Oskar lachte g'rad' hinaus, und auch der Di⸗ rector konnte ein Lächeln nicht unterdrücken; nur die Frau Gräfin ſchoß einen zürnenden Blick auf den tactloſen Diener, und Baron Jeorgy ſchien ebenfalls bis in die Fingerſpitzen hinein empört, über dieſe Mißhandlung jedes Anſtandes, jeder Sitte. Günther übrigens, ohne ſich im Geringſten außer Faſſung bringen zu laſſen, nahm Felix bei der Hand, ging mit ihm auf die Gräfin zu und ſagte mit einer leichten Verbeugung:
„Gnädige Frau, Sie waren ſo gütig, mich und Freund Randolph auf heute Abend einzuladen, und ich erlaube mir deshalb, uns Beide hier vor⸗ zuſtellen.“
Die Frau Gräfin machte eine ſtumme Ver⸗ beugung gegen Herrn von Schwartzau, die nur


