Teil eines Werkes 
3. Bd. (1864)
Entstehung
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wirklich zu einer Art Verlobungsfeier benutzt wer⸗ den ſoll, und ich kann mir denken, daß Dir das nicht angenehm wäre. Haſt Du alſo nicht ganz beſondere Luſt mit hinaufzugehen, ſo kehre ruhig nach Haus zurück; ich will Dich dann ſchon oben entſchuldigen. Es findet ſich ſpäter wohl einmal eine andere und beſſere Gelegenheit, die Frau Gräfin wenigſtens wiſſen zu laſſen, daß man ihre wahre Abkunft kennt.“

„Glaubſt Du, daß mich die Verlobung ſtören würde?“ lachte der junge Graf bitter—„wahr⸗ haftig nicht! Im Gegentheil gönne ich der nach⸗ gemachten Comteſſe von Herzen dieſen Herrn von Pulteleben, und ihm eben ſo gern die Kammer⸗ frau als Schwiegermutter— ich würde mich ſo⸗ gar hüten, die Verbindung zu ſtören, und wenn mir das auch nur ein Wort koſtete. Aber in einer Art haſt Du Recht— wenn auch in einem andern Sinn, wie Du es gemeint— Helene ſelber könnte nämlich glauben, ich ſei der Ver⸗ lobung ausgewichen, und deshalb— gehen wir hinauf. Ich freue mich jetzt ſelber darauf, einmal einer echt ariſtokratiſchen Geſellſchaft in einer bra⸗ ſilianiſchen Colonie beizuwohnen.“

„Du willſt mitgehen?“ „Gewiß,“ lachte Felix, des Freundes Arm