Teil eines Werkes 
3. Bd. (1864)
Entstehung
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1. Die Kbendgeſellſchaft.

In der Wohnung der Frau Gräfin ſollte heute Abend große Geſellſchaft ſein, und die Zimmer waren deshalb alle feſtlich mit Blumen geſchmückt, die Cigarrentiſche ängſtlich bei Seite geſchafft und einige Dutzend Stearinlichte in den verſchiedenen Räumen angezündet, ja, ſelbſt Helenens Inſtru⸗ ment in das Empfangszimmer gebracht worden. Auf acht Uhr lautete die Einladung, und es fehl⸗ ten noch etwa fünf Minuten daran, als die Frau Gräfin, in einem ſchweren Seidenkleid, das ihr Herr von Pulteleben extra aus Rio verſchrieben und das ſehr viel Geld gekoſtet hatte, in den Empfangsſaal rauſchte, um vor dem Spiegel dort ihre Toilette noch einmal zu muſtern.