Teil eines Werkes 
2. Bd. (1864)
Entstehung
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wenn ich's nur ſelber habe. Kommſt Du dann hinüber?“

„In einer Viertelſtunde; ich— muß mich nur erſt waſchen.“

„Gut,“ ſagte Rohrland—„alſo, ich verlaſſe mich darauf. Hier haſt Du erſt einmal fünfhun⸗ dert Milreis, und wenn Du noch mehr auftreiben kannſt, hol' Dir das Uebrige— ſiehſt Du, es ſind lauter gute Noten und noch alle neu.“

Er zählte ſie ihm vor, wickelte das Packet dann wieder in Papier ein, und legte es ihm auf das Bett. Kaum war er aber fort, als Jeremias die Thür wieder hinter ihm feſt verriegelte und in voller Haſt ſeinen Schatz vorholte.— Banknoten — weshalb hatte er denn nicht an die ſchon lange gedacht, daß er ſich immer mit dem ſchweren Sil⸗ ber herumgequält und die Angſt ausgeſtanden hatte, es zu verlieren— Banknoten— die konnte er in ſeinen Rock oder in ſeine Weſte nähen, und wer wußte nachher, daß er ein Vermögen auf dem Leibe trug? Aber zählen mußte er vorher, was er hatte, und mit vorſichtiger Hand that er das jetzt auf der Bettdecke, daß die Münzen nicht an ein⸗ ander ſchlugen.— Und wie das hübſch ausſah, als da Alles in einer Reihe vor ihm lag— aber Banknoten waren beſſer— die klimperten nicht