länger hier mit Ihnen verhandeln möchte. Sie werden nach dem Vorhergegangenen begreifen, daß Ihre weitere Gegenwart hier für beide Par⸗ teien nur unangenehm ſein kann.“
„Und Du, Margareth?“ ſagte Pilger jetzt mit faſt gebrochener Stimme,„Du haſt ſ o handeln können? Fühlſt Du denn die Schande und Schmach gar nicht, die Du mir und Dir dabei angethan?“
Die Frau ſtand regungslos in ihrer Ecke, die Augen feſt und ſcheu auf den Boden geheftet, aber ſie ſprach kein Wort, und der Braſilianer, der dieſer Scene unter jeder Bedingung ein Ende machen wollte, rief:
„Jetzt iſt's genug, Senhor— die Frau ſteht hier unter dem Schutze meiner Schweſter und ihres rechtmäßigen Gatten. Glauben Sie wirk⸗ lich noch Rechte an ſie zu haben, ſo wenden Sie ſich an die Gerichte des Landes, die Ihnen ſagen werden, was Sie zu hoffen haben. Jetzt aber verlaſſen Sie dieſes Haus, wenn Sie mich nicht zwingen wollen, mir mit Gewalt Ruhe und Frieden auf meinem Eigenthum zu verſchaffen.“
„Gut,“ ſagte Pilger ruhig—„ich gehe; ich ſehe überhaupt wie es hier ſteht, denn die Frau da hat Scham und Ehre abgeſchworen, und iſt doch


