Teil eines Werkes 
2. Bd. (1864)
Entstehung
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bewegung derſelben ſeine Aufmerkſamkeit auf die Fremde lenkte.

Langſam drehte er ſich nach ihr um, betrach⸗ tete ſie wohl eine Minute ſchweigend, ſchritt dann auf ſie zu und legte ſeine Hand leicht auf ihren Kopf. Die Frau hob die vothgeweinten Augen zu ihm auf und ſah ihn an, und der alte Herr ſagte freundlich:

„Aber meine liebe Senhora, was geben Sie ſich immer und immer wieder dieſen trüben Ge⸗ danken hin? Den Schritt, den Sie gethan, haben Sie aus eigener feſter Ueberzeugung und mit freiem Willen gethan; die Geſetze dieſes Landes wie die Kirche ſelber ſchützen Sie darin, weshalb alſo nun noch dieſe Traurigkeit? Frohlocken ſollten Sie eigentlich, daß Sie, wenn auch ſpät, doch endlich zu der rechten Erkenntniß gelangt ſind, denn die Bahn liegt jetzt offen vor Ihnen, welche Sie zu Glück und Frieden führen kann.“

„Ach, Sie haben ja wohl Recht, ehrwürdiger Herr,“ ſagte die Frau in ziemlich gutem Portu⸗ gieſiſch—„ich hab' es ja Alles aus freiem Willen gethan— es hat mich kein Menſch dazu gezwun⸗ gen, aber nun, da es geſchehen iſt, kommt mir doch immer noch manchmal ein Gedanke, als ob